Konstant ist nur die Platzierung / Der Komapatient lebt
27.02.2012 16:50:33
Der Klassenerhalt ist durch! Muss man das überhaupt erwähnen? Vielleicht. Nach eigenem Empfinden haben wir als Herren I in dieser Saison mit dem Abstieg nichts mehr zu tun. Spricht man mit Außenstehenden scheinen Selbst- und Fremdbild hier nicht unerheblich voneinander abzuweichen. Wer über die gesamte Saison lediglich die Tabelle beobachtet hat, konnte mitunter den Eindruck gewinnen, der Abstieg sei kaum zu verhindern.
Nach dem Abgang fast aller Annahmespieler nach dem Ende der letzten Saison waren spielerische Probleme zu Beginn der aktuellen Spielzeit nicht zu übersehen. Die beiden Siege gegen Kriftel und Rodheim waren schon fast als Ausreißer zu betrachten. Eine anschließende Serie von 0:10 Punkten spiegelt aber auch nicht die spielerischen Leistungen wider. Neuzugang Christian "Rachid" Rasche und die Steigerung unserer annehmenden Mittelblocker Fabe Buchholz und Crazy Beermann, haben unsere Annahme spürbar stabilisiert. Die 0:10 Serie beinhaltet Niederlagen gegen Gonsenheim und Waldgirmes, die sportlich bereits recht ansprechend waren. Und seitdem die beruflichen Termine von Alex Schwab wieder etwas besser mit dem Volleyball zusammen passen, geht es stetig bergauf.
Fakt ist, die Stimmung ist diese Saison auf Höchstniveau. Der "Komapatient" Herren II, der letzte Saison kurz vor dem Ableben stand, hat sich wieder aufgerappelt und atmet eigenständig. In der Rückrundentabelle stehen wir auf Platz 2 ... oder vielleicht auch nur Platz 3. Unsere konstante Tabellenplatzierung auf dem drittletzten Rang steht der optimistischen Prognose auch nicht mehr im Wege. Nur noch zwei Punkte Rückstand auf Platz 4 und der sichere Klassenerhalt sind Eckdaten, die wirklich zählen.
Eintracht vs. Bretzenheim 3:1
Das Spiel vom Wochenende muss man sportlich fast als kleinen Rückschlag sehen. Denn die eigene Leistung im Derby gegen Bretzenheim war nicht so ansprechend wie die Spiele zuvor. Dennoch war es eine ordentliche Leistung, mit der wir die Mainzer mit 3:1 nach Hause geschickt haben. Die zahlreichen Zuschauer bekamen wohl mehr Unsicherheiten auf beiden Seiten, als kämpferische starke Aktionen zu sehen.  
Die Derbys werden ja seit Jahren von einer Art Hassliebe begleitet. Das Schiedsrichtergespann war am Wochenende der Meinung sie könnten sich in diese gute alte Tradition einklinken. Leider ist der Teil mit der Liebe dabei auf der Strecke geblieben. Angetrieben von einem Spielbeobachter wurden Vorschriften und Richtlinien auf Europapokalniveau befolgt und die Aufwärmphase musste durch einen kompletten Neuaufbau des Netzes unterbrochen werden. Unregelmäßigkeiten mit der Netzkante waren hier maßgebend.
Um 15.00 Uhr war dann Spielbeginn. Ach nein, dass hat leider nicht geklappt. Es gibt bestimmt eine DVV-Richtlinie die besagt, dass ein Spiel fünf Minuten zu früh anfangen soll, damit es für diejenigen die pünktlich in die Halle kommen nicht bei einem so langweiligen Spielstand wie 0:0 losgeht. Zumindest wurde das Spielergebnis durch das Schiedsgericht nicht spielentscheidend beeinflusst. Insofern, vielen Dank dafür.
3 kg Hackfleisch und der Bierdeckel 2012/2013
12.02.2012 14:24:27
Eigentlich war alles wie immer. Man traf sich gemütlich vor dem Spiel, um Nudeln mit Bolognese aus 3 kg bestem Hackfleisch zu essen und ein paar kühle Bierchen zu trinken und um sich anschließend gut gelaunt beim Tabellenzweiten TG Rüsselsheim II die erwartete Klatsche abzuholen. Eigentlich.
Allerdings wurde nicht mal die Hälfte der guten Soße gegessen - was vielleicht am Pesto lag - und von gestiegener Motivation konnte nach der Völlerei auch keine Rede mehr sein. Und eigentlich hätte es jetzt ganz einfach weitergehen können: In Rü`heim anrufen, das Spiel abschenken und einfach den Jägermeister auspacken und die zweite Häfte Gehacktes essen. An dieser Stelle einen herzlichen Dank an Dennis! Ohne dich wäre es wahrscheinlich so gekommen. Ausgerechnet der Dennis, der mit ausgerenkten halswirbeln eh nur geradeaus gucken konnte.
Doch das allgemeine Maulen über die Trainerentscheidung schlug plötzlich um, als irgendeiner damit anfing, Bierdeckel zu bekritzeln. Und plötzlich hatten sich die ersten 6 Spieler eben auf jenem Filz vertraglich für die Saison 2012/2013 verewigt. Horrido! Ab in die Halle! Und dort ging das fleißige Unterschriftensammeln gleich weiter - und es darf vermeldet werden: Laut Filz gibt es keine Abgänge nach der Saison und ja, auch er, also ER, hat unterschrieben.
Wer hier gemeint ist, dürfte spätestens beim Spiel gegen Rinnen-Uli viele überraschen ;) 
Ach ja, das Spiel gegen Rüsselsheim II. Ja, das fand statt, wir waren ja schließlich jetzt eh in der Halle. Und das sogar ziemlich gut gelaunt, locker, leicht und fröhlich. Das war es vielleicht, was uns beflügelte und wir letztlich quasi nicht anwesende Rüsselsheimer mit 3:0 aus der eigenen Halle feuerten. Spielzeit: 65 min. Sätze: 25:17 / 25:23 / 25:15. 9 von 10 Angriffen wurden über die Mitte gespielt und Dennis schlug die verrücktesten Winkel und Asse (was nur geht, wenn man wirklich nur geradeaus gucken kann kann).
So konnten wir auch ohne unsern Arzt, der krankheitsbedingt auf der Tribüne Platz nehmen musste, mal wieder ein Spiel gewinnen. Yippieh! Jetzt heißt es erstmal Helau und dann geht’s am 26.02.2012 Zuhause weiter mit der Unterschriftensammlung, irgendwer fehlt bestimmt noch.
Völlig erfolgloses Wochenende
30.01.2012 19:05:21
Sieben Spiele – sieben Niederlagen! Die Wochenendbilanz der fünf aktiven Eintracht-Mannschaften lässt nicht sonderlich viel Freude aufkommen. Darunter auch das Spiel der ersten Herrenmannschaft, das mit 1:3 an die SG Rodheim abgegeben wurde.
Bereits am Spieltag zuvor hatten wir gegen Kriftel im Tiebreak nur unglücklich das Nachsehen. (18:25, 25:23, 14:25, 25:19; 12:15). Ein ausgeglichenes Spiel, in dem beide Mannschaften Höhen und Tiefen hatten, welches insgesamt aber durch die starke Feldabwehr der Krifteler entschieden wurde.  
Gegen Rodheim hatten wir uns nach einem knappen 3:2-Sieg in der Hinrunde, bei dem wir bereits 0:2 zurücklagen, nun einiges vorgenommen. Einzig Dennis Schmittdiel sah sich aus gesundheitlichen Gründen auf die Bank verbannt. Der Rest der Mannschaft wollte, trotz der durchwachsenen Trainingsteilnahme der letzten Wochen, ein erfolgreiches Heimspiel abliefern, zumal die Gäste nach eigenen Angaben nicht in Bestform angereist waren.
Ein Umstand der im ersten Satz zu spüren war. Eine anfängliche Führung (7:3) wurde zwar wieder verspielt (15:15), aber dank zahlreicher Fehler des Gegners kam es zu einem 25:20 für die Eintracht. Wie so häufig verschliefen wir anschließend den Start in den zweiten Durchgang. Fehlende Konsequenz im eigenen Angriff und/oder der starke Block der Rodheimer bestimmten den Satz über folgende Stationen: 0:4 (erste Auszeit), 3:9, 10:18 (zweite Auszeit), 12:20, 16:25.
Zwar stabilisierte sich unser Spiel zum Ende hin wieder, aber der Rückstand war auch mit neuem Zuspieler per Diagonalwechsel nicht mehr aufzuholen. Satz drei und vier verliefen nahezu identisch. Beide Seiten zeigten ein starkes Spiel in Block und Feldabwehr. Leider gelang es nicht, eine kleine Führung über das Satzende hinaus zu retten. Im dritten Durchgang zog Rodheim beim 21:21 erstmals an uns vorbei und fuhr den Satz mit 23:25 ein. Im Vierten nahm der Gegner beim 24:22 noch eine Auszeit, doch wir brachten den Ball nicht auf den Boden. Auszeit unsererseits bei 24:24, Satzende bei 24:26.
In zwei Wochen geht’s auswärts gegen Rüsselsheim, und am 26.02.2012 steht ein großer "Eintracht-Heimspieltag" in der Halle am 2. Ring an. Ab 13 Uhr spielen die Damen I (TuS Nordenstadt + VC Goldener Grund) und die Damen II (VC Goldener Grund 2 + TV Idstein 2) ihre Partien aus, ab 15 Uhr beginnt für die Herren I auf dem Mittelfeld die Begegnung gegen die TSG Mainz-Bretzenheim.
Höhentraining zahlt sich aus
20.01.2012 19:17:32
Die Aufteilung in zwei Trainingsgruppen hat sich gelohnt. Obwohl einige Eintrachtakteure unter der Woche noch im "Höhentrainingslager" in Österreich verweilten, fanden zehn Eintrachtspieler den Weg zum Training in die Halle (vier am Dienstag, sechs am Donnerstag).
Die Teamzusammenführung gelang am Sonntag gegen 14.20 Uhr, so dass auch beim letzten der Eintrachtspieler bereits Mitte des ersten Satzes der Fokus voll auf dem Spiel gegen Elgershausen lag. Belohnt wurde diese ausgewogene Mischung aus Abwesenheit und fehlender Fitness mit einem klaren und für die Zuschauer nicht immer schön anzusehenden 3:1 gegen die Nordhessen.
Rüsselsheim vs. Wiesbaden: Das Drehbuch zum dritten Teil
31.10.2011 17:31:03
Leider konnte die Trilogie wegen Budgetmangels nicht mit dem geplanten Happy End zu Ende gebracht werden. Aber es ist ja allseits bekannt, dass der dritte Teil eh nie so toll ist wie seine Vorgänger...  
Weitere Bilder unter www.toms-pics.comAm Donnerstag sah alles noch recht gut aus. Alex Schwab war zuversichtlich, dass er am Sonntag nicht zum Dienst muss. Die eilig erstellten Spielerpässe von Thorsten ("Scoo") Brüggemann und Hans Klein waren unter Dach und Fach, sodass die zwei und unser Jungstar Falk uns helfend zur Seite stehen konnten, um den verhinderten Crazy Beermann und den verletzten Crazy Bähr zu ersetzen.
Soweit so gut - nur hatten wir uns mächtig verkalkuliert! Am Samstag kam die ernüchternde Nachricht, dass unser Budget um Alexander Schwab gekürzt werden musste. Damit wurden unsere Produktionsmittel enorm eingeschränkt und wir mussten zusehen, was wir aus dem restlichen Aufgebot an Special Effects rausholen konnten. Regisseur Philippsen hat verschiedene Einstellungen durchgespielt und kam zu der Überzeugung das wir mit Basti im Zuspiel, Hans auf Diagonal, Fabe und Andre auf der Mitte, Alex Arzt und Dennis auf der Außenposition sowie dem Rückkehrer Scoo auf der Libero Position eine drehbuchwürdige Aufstellung hinbekommen würden.
Szene 1
Als einer der Darsteller habe ich den ersten Satz vergessen – falls hier noch Mitschnitte existieren, sollten diese sofort unwiederbringlich vernichtet werden! (8:25)
Unser Trainer war jedoch fest überzeugt vom Ablauf des Spiels: "Jungs, es ist alles in Ordnung - es läuft alles nach Drehbuch."
Szene 2
Im zweiten Satz wurden die Effekte langsam besser, einige Bluescreen-Schläge (für nicht Regisseure: das bedeutet, dass wir die Bälle auf die Linie - denn die ist blau - gedübelt haben) konnten abgedreht werden und die Annahme war für die Kamera auch besser einzufangen. Letztlich hat es aber einfach noch nicht gereicht, alles in Szene zu setzen. (22:25)
Fazit des Trainers: "Jungs, es ist alles in Ordnung - es läuft alles nach Drehbuch", was soll man da hinzufügen?! Am besten nix - das Drehbuch sah ja fünf Sätze vor.
Szene 3
Nun waren alle Darsteller gewappnet, um dem geplanten Drehbuch zu folgen. Es ging gut los und die Akteure haben diverse Special Effects ausgepackt, von Meter-Bällen in der Mitte über Rückraum-6-Bälle bis hin zu sehenswerten Abwehraktionen war alles dabei. Auch die Stimmung auf dem Feld und drum herum wurde, den Drehbuch-Vorgaben entsprechend, immer besser. Zum Ende dieser Szene sah alles so aus als ob die Trilogie trotz geschmälertem Budget mit einem Happy End versehen werden könnte.
Leider wurde aber an der ein oder anderen Stelle der Strom knapp und die TG hat die 3D-, 4D- und Bluescreen-Aufnahmen durchschaut und die mühsam aufgebauten Effekte entkräftet. Nach deutlicher Führung mussten wir den Durchgang am Ende doch noch knapp abgeben. (27:29)
Fazit
Mit einem höheren Budget wär mit Sicherheit mehr drin gewesen. Wir sind nun aber in einer weiteren Variante besser eingespielt und werden so noch unberechenbarer als wir es jetzt schon sind – dies mag auch daran liegen, dass wir manchmal selbst nicht wissen, was wir tun. ☺
Nun gilt es die Kameras zu putzen, das Spielbrett zu glätten und mit einer neuen Story (inklusive Happy End) beim nächsten Spiel gegen Bretzenheim aufzulaufen.
Erst mausetot, dann obenauf - Part II
24.10.2011 13:50:21
Wie war das letzte Woche gegen Kriftel?
0:2 Rückstand und dann 3:2 gewonnen???
Da hab ich doch ein Déjà-vu!!!
Zwar konnten wir im ersten Satz anfangs noch mithalten, aber nach einer geschlossenen Mannschaftleistung bei der man gewillt ist zu gewinnen, sah DAS definitiv nicht aus. (25:19)
Im Zweiten Durchgang lief es dann deutlich schlechter. Körperspannung wie Jim Kopf und Volleyball wie Lukas. Bis zum 13:13 konnte Rodheim uns trotzdem nicht wirklich gefährlich werden. Aber dann haben wir Ersatz- und Erfolgscoach Jochi wohl echt die letzten Haare gekostet. Einige mitgereiste Unterstützer wollen gesehen haben, wie er zwischenzeitlich völlig verzweifelt von der Bank rutschte. (25:15)
Sorry Jochi!
Im dritten Abschnitt waren wir wie gewohnt wach. Rodheim gewährte uns ein paar Chancen und plötzlich war die Spannung da. Alles oder Nichts prügelte Jochi uns ein und als der Bähr sich auch noch am Fuß verletzte und ausfiel, waren wir ein Wenig trotzig. Basti kam mit ordentlich Wut im Bauch auf´s Feld zurück und alles lief wie geplant. Vor allem in der Feldabwehr gelang uns die ein oder andere Aktion. (21:25)
Rodheim wollte zu Beginn des vierten Satzes noch nicht so richtig glauben, dass wir die Kiste heut gewinnen und dementsprechend haben sie sich tatsächlich gewehrt. Aber mit dem Spaß, den wir auf´s Spielfeld brachten, waren wir nicht wirklich zu stoppen. Knapp aber zu allem entschlossen retteten wir uns in den fünften Satz (23:25)
In diesem gab es dann weiter das umkämpfte Spiel auf gutem Niveau. Das der erste Schiedsrichter die komplette Partie über keinen zweiten Ball aufgrund technischer Mängel abgepfiffen hat, kam uns dann beim Matchball extrem zu Gute.
Crazy musste aus der Mitte zuspielen und statt den Sicheren Sieg einfach mit einem Angriff des Zuspielers zu holen, spielte er die Kirche technisch nicht ganz sauber Richtung Position 4. Leider flog die Synthetikkugel auf die andere Netzseite in Richtung Seitenaus! Dort muss es dann einen Rodheimer am Fuß getroffen haben - so zumindest die Entscheidung des ersten Schiedsrichters, neben dem sich die Aktion abspielte. In der Tat kein sonderlich rühmlicher Abschluss einer Partie, die zumindest in den letzten drei Sätzen interesssant wurde, aber die damit war die Entscheidung klar. (13:15)
So sehen Mannschaftsleistungen aus!!! Danke Jungs, ich liebe es mit Euch zu spielen!
@ Rü´heim: wir haben das Drehbuch für den Oktober als Trilogie verfasst ;-)
"Eigentlich wollten wir schon längst zu Hause sein..."
16.10.2011 16:16:17
Heimspiel gegen Kriftel an ungewohnter Stelle. Da die Damen des VCW in die Bundesliga starteten, mussten wir nach Klarenthal ausweichen. Bevor wir uns auf das Spiel konzentrieren konnten, gab es eine Unmenge an organisatorischem Kram zu erledigen. Dieser Aufwand sollte sich jedoch lohnen!
Die Zeichen vor dem Spiel waren laut Zeitungsberichten deutlich. Kriftel hat in der noch kurzen Saison bereits starke Leistungen abgeliefert - neben zwei Erfolgen in den ersten Spielen gingen sie auch im Hessenpokalfinale als Sieger vom Platz. Bei uns hingegen lief noch nicht alles so, wie wir uns das vorstellten. Aus diesem Grund gingen wir auch als Außenseiter in das Spiel.
Coach Philippsen stand der komplette Kader zur Verfügung und so starteten wir mit dem Vorsatz ins Spiel, Kriftel wenigstens etwas zu ärgern. Doch aller guten Vorsätze zum Trotz verschliefen wir mal wieder den Beginn eines Satzes. 0:5 Stand es nach kurzer Zeit. Dies tat aber der Stimmung keinen Abbruch. Wir kämpften uns ins Spiel, holten Punkt um Punkt auf und gestalteten den Satz am Ende ausgeglichen. Kleine Unaufmerksamkeiten und technische Mängel waren der Grund, dass wir dennoch mit 24:26 das Nachsehen hatten.
Doch nach dem knappen ersten Satz wurde deutlich, dass wir mit einem der stärksten Teams der Liga mitspielen und sie eventuell auch schlagen können. Dummerweise wurde aber wieder der Beginn des Satzes verschlafen. Diesmal ist es uns nicht gelungen, noch einmal aufzuholen. Kriftel verwaltete die Führung souverän und gewann mit 25:20. Trotzdem war Satz zwei ein Knackpunkt im Spiel. Dennis Schmittdiel, spielte letzte Saison noch für Kriftel, wurde von Coach Herrmann (Trainer TuS Kriftel, Anmerkung d. Red.) durch ein paar persönlich Worte äußerst motiviert.
Nach dieser kurzen Ansprache wurde Dennis immer stärker, was sich auch auf den Rest des Teams auswirkte. Durch weitere taktische Umstellungen - Fabe ging auf die Mittelblockerposition, während der "verrückte Bähr" auf Diagonal wechselte - kamen wir besser ins Spiel. Wir hatten nichts mehr zu verlieren. Von nun an kämpften wir uns in Spiel, die Zuschauer unterstützen uns lautstark und so konnten wir den Satz souverän mit 25:16 gewinnen.
Im vierten Satz lagen wir schon aussichtslos mit 15:20 zurück als Coach Philippsen ganz tief in die Trainertrickkiste griff. Er monierte mehrmals lautstark, dass doch bitte technische Fehler gepfiffen werden sollen. Dies hatte eine Verwarnung zur Folge, was uns jedoch eine kurze Auszeit verschaffte, das Team wachrüttelte und den nächsten gegnerischen Aufschlag zum Fehler werden ließ. "Nicht aufgeben" war nun die Devise und wir setzten sie tatsächlich um und kamen durch ein 25:23 in den Tiebreak.
Bei der nun folgenden Auslosung gab es wieder einen Schuss verbale Extra-Motivation, diesmal durch den Mannschaftskapitän von Kriftel. Er ließ uns mit den Worten "Eigentlich wollten wir schon längst zu Hause sein!", wissen, dass sich die Gäste diese Partie wohl etwas einseitiger vorgestellt hatten.
Tja, kann man nichts machen, der fünfte Satz musste die Entscheidung bringen. Durch leichte Eigenfehler brachten wir uns leider wieder in Rückstand. Bei 4:8 wechselten wir die Seiten. Holger erinnerte uns, dass 4:8 im Tiebreak kein Spielstand sei. Wir kämpften uns zurück ins Spiel und holten Punkt um Punkt auf, während das junge Krifteler Team immer nervöser wurde. Durch die starke kämpferische Leistung hatten wir bei 14:11 Matchball. Dieser Ball sollte ein ganz besonderer werden. Im Zuge des recht langen Ballwechsels sicherte Crazy einen fast schon sicher geglaubten Block des Gegners ganz souverän mit dem Fuß. Dadurch konnten wir den Satz und damit das Spiel siegreich gestalten.
Insgesamt eine extrem gute wenn nicht sogar sensationelle Mannschaftsleistung. Einfach genial!
So bleibt uns am Ende nur noch ein paar Worte des Dankes an die Personen auszusprechen, ohne die dieser Erfolg so nicht möglich gewesen wäre:
- Bei Frank (TSV Bleidenstadt) für die Leihgabe eines Schiedsrichterpodests.
- Bei Uli und Katja für die Bereitschaft zu Sonderfahrten und für unzählige verwirrende Telefonate.
- Bei Hans für die Bereitstellung eines - zumindest bei Tageslicht tauglichen - Anhängers und die Führung über die Hochheimer Weinberge.
- Bei Dirk (Herren III) für den Rücktransport des Podests.
- Bei Anne (VC Wiesbaden) für die souveräne Unterstützung des 2. Schiedsrichters unter extremen klimatischen Bedingungen
- ... und zu guter Letzt bei einem fantastischen Publikum unter der akustischen Führung von Claudia!
Unglückliche Niederlage beim Tabellenführer
10.10.2011 12:29:19
Leider hat sich der lange Weg in die nordhessischen Ausläufer der "Kasseler Berge" nicht wirklich bezahlt gemacht. Mit 23:25, 19:25, und 23:25 war beim derzeitigen Klassenprimus einfach nichts zu holen.
Schon bei der Erwärmung kam ein ungutes Gefühl auf. Aufschlag-Annahme verlief viel zu harmonisch. Kaum Aussetzer bei den Annahmespieler und nicht annähernd so viele unholbare Aufschläge der Mittelangreifer wie sonst. Kein Gezicke, kein Gemecker - wie gesagt: viel zu harmonisch!
Die Partie vor relativ vielen Zuschauern, die Elgershausen beim ersten Heimspiel unterstützen wollten, wurde dann "so richtig" mit Schiedsrichter- und Spielervorstellung eröffnet. Hierbei sollten die Gastgeber dringend noch etwas an der Soundanlage schrauben, damit diese auch nur annähernd dem derzeitigen Tabellenplatz entspricht.
Dann begann ein durchweg unkonstantes Spiel auf beiden Seiten des Netzes. Im Prinzip verliefen alle Sätze nach dem gleichen Muster. Anfängliches Abtasten, dann ein riesieger Einbruch unsererseits. Bis zu 10 Punkte Rückstand wurden anschließend wieder irgendwie aufgeholt, aber zum Satzgewinn hat es nie gereicht.
Aus einer schlechten Annahme war es für den gegnerischen Block und Feldabwehr ein leichtes unsere Angriffe zu entschärfen. In den Phasen, in denen wir punkten konnten, zeigten wir kurzzeitig, was bei ein paar weniger Eigenfehlern möglich wäre.
Naja, somit war nach rund 70 min die erste Auswärtspartie der Saison vorüber. Ärgerlich, dass dafür 8,5 Stunden eines Samstags drauf gehen mussten.
Mit Heimsieg gestartet
26.09.2011 13:25:25
Mit einem 3:1 Heimsieg (25:20, 25:14, 27:29, 25:14) sind wir erfolgreich in die Saison gestartet. Die Lahnsteiner präsentierten sich als angenehmer erster Gegner, gegen den eine insgesamt ordentliche Leistung von uns zu einem verdienten Sieg reichte. 
Weitere Bilder unter www.toms-pics.com Das Protokoll
ca. 19:00 Uhr
Wir finden uns zur Besprechung zusammen. Ungläubige Gesichter in der Runde: "Ist das alles? So wenige sind wir? Nur 7? Na dann müssen wir wohl mal klassisch ohne Libero auflaufen!" Der nächste Schock: Statt wie traditionell üblich die Fußball - Bundesliga Ergebnisse zu
diskutieren halten wir tatsächlich eine Taktik-Besprechung ab - irgendwas von wegen "im ersten Spiel ist es wichtig die Nervosität abzulegen" - oder so. Na das kann ja eine heitere Saison werden!!
19:15 Uhr
Mindestens drei Polizisten in voller Montur stürmen die Halle. Entsetzen in allen Gesichtern. Hat die National Anti-Doping-Agentur etwa ihre Kommando-Spezial-Kräfte zu diesem hochkarätigen Regionalliga Spiel eingeteilt?
19:16 Uhr
Erleichterung!! Einer von den dreien ist ja unser Zuspieler, die anderen beiden gehören zum Gegner aus Lahnstein. Trotzdem haben wir vorsichtshalber die Schildkröte, deren lauwarmes Blut wir zur Leistungssteigerung trinken wollten, wieder freigelassen.
20:00 Uhr
Anpfiff zum ersten Spiel der neuen Saison. Wir starten ordentlich, die Lahnsteiner schlagen harmlos auf und geben uns damit die Chance in unser Spiel zu finden. Da die Angriffe des Gegners größtenteils gut auszurechnen sind, setzen wir uns schnell ab und gewinnen den ersten Durchgang.
ca. 20:10 Uhr
Coach Holger ermahnt uns zum ersten Mal, alle Aufschläge in Richtung der gegnerischen Position eins zu schlagen
20:23 Uhr
Satz zwei startet. Obwohl wir immer noch Schwierigkeiten haben,die unkonventionellen Schnellangriffe des Gegners zu unterbinden, dominieren wir auch diesen Durchgang und gehen schnell in Führung.
20:35 Uhr
In der Auszeit ermahnt uns Holger zum dritten mal (gefühlt fünften mal) unsere Aufschläge endlich so zu spielen wie besprochen.
20:40 Uhr
Satz zwei geht klar an uns. Beim Seitenwechsel ruft uns Fotograf Thomas Klein zu: "Das wird ja ein klares Ding heute." Wir erwidern "Nach zwei klaren Sätzen schleicht sich ja oft der Schlendrian ein, und dann kommt der Gegner wieder ins Spiel." Wir sollten leider recht behalten.
20:49 Uhr
Wir laufen erst einem 1:5 Rückstand hinterher.Ausgleich 5:5 dann steht es 10:6 für Lahnstein, wir kommen beim 12:12 wieder ran. Holger hat uns in der Auszeit erneut ermahnt in Richtung eins aufzuschlagen. Trotzdem geraten wir wieder in Rückstand.
21:02 Uhr
Wir haben den Satz gedreht. Denken wir. Führen 24:21 und haben sogar beim Matchball die Chance, per "Dankeball" den Sack zuzumachen. Wir machen es aber spannend und verlieren den Satz noch 27:29.
21:15 Uhr
Holger hat aufgegeben, uns irgendwelche Anweisungen für Aufschläge zu geben.
ca. 21:25 Uhr
Im vierten Satz haben wir den Gegner fest im Griff, blocken ein ums andere mal die ungewöhnlichen Schnellangriffe und packen auch im Außenblock beherzt zu. Wir setzen uns klar ab, es steht 20:8 für uns.
21:33 Uhr
Der erste Heimsieg ist unter Dach und Fach, es war zwar nicht immer ein hochklassiges Spiel, aber insgesamt sind wir einigermaßen zufrieden mit uns. Holger wird noch zwei Wochen von taktisch falschen Aufschlägen träumen.
22:50 Uhr
Das Team läuft im "Axel´s Avanti" zum Schnitzel essen ein.
00:20 Uhr
Die erste Runde bunter Schnäpse steht auf dem Tisch. Da die Kneipe bald schließt, beginnt Christian Bähr seine altruistische Mission: "Axel, was muss denn noch weg? Bring mal `ne Runde davon her!", heißt es ab jetzt im fünf Minuten Takt!
ca. 03.30 Uhr
Für sieben Leute werden ein Großraumtaxi sowie ein normales bestellt. Blöd nur, dass dann die ersten beiden zu zweit das Großraumtaxi nehmen. Die anderen fünf passen nicht in das Standardgefährt - es muss noch ein Großraumtaxi her...
Sonntag Mittag ca. 14:00 Uhr
Wie schon am Samstag laufen Alexander Arzt und Christian Bähr für ein Sponsoring-Event auf der Wilhemstraße im Rahmen einer Fashionshow des Wiesbadener Stadtfestes. Trotz gewisser Schwierigkeiten im koordinativen Bereich und einem dicken Schädel ist die Damenwelt begeistert, als die beiden - nur mit einem Handtuch bekleidet - ihren Adonis-Körper auf dem Catwalk präsentieren...
Interessante Links
Fotos vom Spiel von Thomas Klein
Bildergalerie der Stadt Wiesbaden von der Fashionshow
Facebook-Album der Phantoms Wiesbaden von der Fashionshow
Randbemerkung
Thomas Klein ist während der Oberliga-Begegnung vom VCW II gegen TSV Bleidenstadt am Sonntag unwissentlich ein sensationeller Schnappschuss gelungen.

Ein vor geraumer Zeit untergetauchter Eintracht'ler ist in der Halle gewesen. Noch nicht im Sportdress - ganz offensichtlich wollte er sich mit einer eher passiven Rolle langsam wieder an den Volleyballsport herantasten. Vielleicht sieht man ihn künftig ja wieder etwas häufiger in der Halle - und ganz doll vielleicht ja dann auch bei den Herrenspieltagen.
Wir würden uns freuen ;)
Stresstests
08.09.2011 14:14:42
Am Wochenende starteten wir offiziell mit der stark umgebauten Mannschaft in die neue Spielzeit. Auf dem Programm standen einerseits samstags das Turnier in Bad Soden (wir waren immerhin Vorjahressieger) und sonntags die unendlich lange Reise ins hessische Hinterland zum Pokalduell gegen den TV Biedenkopf und anschließend die TG Rüsselsheim II.
Alexander Schwab (1), Dennis Schmittdiel (2), Andre Schulz (4), Bastian Thomas (5), Christian Beermann (10), Falk Grautegein (16),
Alexander Arzt (8), Fabian Buchholz (13), Christian Bähr (69) und Holger Philippsen
Wenn man die Ergebnisse ganz nüchtern nennen möchte, so ist zu sagen: Am Samstag gab es eine knappe Niederlage gegen Bad Salzdohlen (oder so ähnlich), eine klare gegen den Zweitligisten Durmersheim sowie einen Erfolg gegen den Liga-Konkurrenten aus Rodheim. Sonntags dann folgte der "Pflichtsieg" gegen Oberligist Biedenkopf sowie eine 1:3 Pleite gegen Rüsselsheim II, ebenfalls Gegner der kommenden Regionalligarunde.
Spannender wird es, wenn man das ganze Mal aus einer anderen Perspektive betrachtet: Immer dann, wenn neue Konstellationen auf dem Spielfeld (oder abseits) das erste Mal miteinander auflaufen, sind alle gespannt wie das denn nun funktionieren mag. Auch bei Uns war das nicht anders, so dass man das Wochenende auch als eine Reihe von Stresstests charakterisieren könnte (weil die ja zur Zeit schwer in Mode sind).
Stresstest Annahme
Sicherlich hier und da noch verbesserungsfähig - insgesamt aber erfreulich wenig direkte Fehler und außerdem erfreulich oft mit Option auf Schnellanriff - Stresstest bestanden!
Stresstest neuer Trainer
Ja gut - mit nem Zweitligateam in die erste Liga aufzusteigen, dass ist ja wohl keine große Kunst. Wenn es aber darum geht, in haarigen Situationen bei richtig großem Sport (also bei uns) knifflige Entscheidungen zu treffen - da zeigt sich echte Trainergrösse - ob man also eher zu den Jürgen Klopps oder Werner Lorants des Trainergeschäfts zählt.
Und hier unterlief unserem Holgi leider ein katastrophaler Fehler: Im Spiel gegen den Zweitligisten aus Durmersheim lief zum ersten Mal Bastian Thomas in seiner neuen Rolle als Zuspieler auf!
So weit, so gut, doch dann der Skandal: Holger forderte allen Ernstes, erstmal sichere Pässe auf die Aussenpositionen zu spielen, statt direkt nur Schnellangriffe über die Mitte zu zaubern. Ein Wahnsinn, schliesslich würde man im Fußball gegen eine überlegene Mannschaft auch niemals Vorsichtig und defensiv auftreten, sondern direkt mit aller Macht nach Vorne stürmen, oder nicht??
Zähneknirschend setzte Bastian die skandalösen Anweisungen um - was natürlich prompt in einer deutlichen Niederlage gegen die in allen Belangen weit überlegenen Durmersheimer führte. Deswegen leider ganz klar: Stresstest nicht bestanden!
Stresstest Basti als Zuspieler
Kann leider nicht gewertet werden. Siehe Stresstest neuer Trainer
Stresstest Falk als Libero
Große Klasse, wie abgezockt unser Youngster die Libero-Position ausgefüllt hat - und das mal eben so aus dem "Stehgreif". Kompliment - Stresstest bestanden!
Stresstest Block Rüsselsheim
Ist es möglich, einen zu flachen, zu dichten und sicher verloren geglaubten Ball von schräg unten derart geschickt in Richtung Hallendecke zu dreschen, dass der irgendwie noch vom Rüsselsheimer Block ins aus abgelenkt wird? Mit dieser Frage beschäftigte sich Dennis Schmittdiel am Sonntag mehrfach empirisch, und die Antwort ist: Ja - Stresstest nicht bestanden!
Stresstest Toilettentür
Laut internen Papieren des DSB und NOK wird demnächst auch in Turnhallen ein neuartiger Stresstest nötig: Aufgrund des fortgeschrittenen Alters vieler Spielhallen soll zukünftig ein Architekt oder angehender Architekt mithilfe seiner Schädeldecke die Statik der Halle prüfen. Im Einzelnen muss er hierzu schwungvoll gegen die geschlossene Toilettentür laufen, um sicherzugehen, dass der Schaden am Schädel und nicht an der Tür entsteht. Unser Crazy Bähr hat sich nicht nehmen lassen, dieses neue Verfahren exklusiv schon mal an der Sodener Partyhalle zu testen.
Die Halle hat den Stresstest bestanden, aber Anmerkung: Wer den armen Christian am Sonntag außerhalb des Spielfelds liegen sah, muss kritisch anmerken: Dieses Verfahren muss nochmal überdacht werden, die Kopfschmerzen taten ja schon vom zugucken weh. DSB und NOK müssen dringend Nachbessern...
Wichtig zu Saisonbeginn: Kennenlernen der neuen Mannschaftsmitglieder
Zusammenfassend ist zu sagen, das wir zwar durchwachsene Leistungen zeigten, aber mit dem Auftakt durchaus zufrieden sein können. Die Annahme lief besser als gedacht, der Angriff (auch der Schnellangriff) funktionierte meist gut und wir fanden auf dem Spielfeld zueinander. Schwächen gab es natürlich auch, vor allem unser Aufschlag (insbesondere nach Auszeiten) muss noch besser werden. Es war aber schön zu sehen dass wir auch in der neuen Konstellation noch gewinnen können, auch wenn zum Beispiel bei Rodheim der stärkste Angreifer fehlte und Turniere nicht aussagekräftig sind und alles und so. Aber Trotzdem: Gewinnen ist halt einfach besser als Verlieren - wenigsten ab und zu mal! Das könnte doch fast das Motto unserer Saison werden!!
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