1846-1996: 150 Jahre Eintracht Wiesbaden
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Saison 2008/2009

Mannschaftsbild 2008/2009
von links:
Bastian Thomas (5), Daniel Krpalek (4), Marc Fritsch (7), Fabian Buchholz (13),
Alex Schwab (1), Dirk Ullmann (17), Jörn Knuth (22), Christian Beermann (10),
Hartmut Woike (AS), Thorsten Jordan, Bernd Thielmann (AS)

es fehlen: Yannik Brandl (6), Tim Gorbauch (23), Hans Klein

Abschlusstabelle

Regionalliga Süd-West
MannschaftSPGEVESätzePunkte
1SG Rodheim1816251:2232:4
2TV Waldgirmes1813545:2726:10
3Eintracht Wiesbaden1812647:2724:12
4TSG Bretzenheim1810841:3220:16
5TSV Speyer1810839:3120:16
6ASV Landau1810833:3720:16
7TV Bommersheim189938:3718:18
8TG Bad Soden1861226:4512:24
9VC Lahnstein183520:486:30
10DSW Darmstadt1811718:522:34



Die neue Einfachheit
14.09.2008 11:24:15

Downshifting ist das neue Ding. Manager machen das, denen ihr ewiger Erfolg nichts mehr gibt. Die sich satt gesehen haben an ihren Villen und fetten Autos. Sie downshiften ihr Leben. Sie werden genügsam und freuen sich am Wenigen. Wohnen in Holzhütten statt in 200 Quadratmeterlofts, fahren Fahrrad statt Maserati und essen selbstangebautes Gemüse statt beim Nobelitaliener.
Was das mit den Herren 1 zu tun hat?
Einiges.
Im letzten Jahr waren wir die Könige der Regionalliga. 14-Mann-Kader. Ein Starspieler nach dem anderen. Junge Talente en masse. Sogar einen Zweitligameistertrainer hatten wir. Der ist aber inzwischen in London. Die jungen Talente (Jannis Koch, Marius Wiche) wohnen in Lüneburg oder Aachen. Und die Starspieler haben Knieschmerzen, Rückenweh oder kein Auto. Jedenfalls steht Torsten Jordan wegen eines Knorpelschadens kaum zur Verfügung. Von Fabian Dursch haben wir seit Monaten nix mehr gehört. Und Dennis Friedrich hat uns gerade per Mail wissen lassen, dass er im nächsten Jahr in Bretzenheim spielt.
Wir haben uns also downgeshifted. Und wir freuen uns drauf! Denn das bedeutet, dass Marc Fritsch jetzt wieder von Anfang an spielt und nicht erst ab Mitte des 2. Satzes. Das bedeutet eine Rückbesinnung auf das Kernteam der letzten Jahre, auf Bastian Thomas, Dirk Ullmann, Christian Beermann, Fabe Buchholz, Jörn Knuth und all die anderen. Außerdem gewinnt beim Fußball wieder Alt gegen Jung, seitdem Jannis weg ist.
Am Wochenende geht es los, mit einem Vorbereitungsturnier in Soden. Danach beginnt die Mission Klassenerhalt. Mit altem Spirit. Und altem Teamgeist. Mit den Eintracht-Tugenden eben! Und hoffentlich auch mit eurer Unterstützung.




B-O-M-M-E-R-S-H-E-I-M
22.09.2008 12:47:46

Mit Schrecken hören wir, dass unsere Sportsfreunde aus dem Vordertaunus einen neuen Buchstabier-Song im Repertoire haben. Furchtbar. Was soll das? Wir nennen uns ja auch nicht plötzlich Hertha Wiesbaden. Irgendwas muss doch bleiben, wie es war. Banken gehen pleite. Olli Kahn spielt kein Fußball mehr und auch auf der Gegenseite nicht mehr das vertraute B-O-M-M-E-R-S-H-E-I-M? In welcher Welt leben wir eigentlich?
Am Sonntag werden wir es wissen. Bommersheim kommt zum ersten Regionalligaheimspieltag in die Halle am 2. Ring, Spielbeginn ist 15 Uhr. Im letzten Jahr hieß es zweimal 3:2 für uns. Aber da war die Welt noch eine andere.




No country for old men (Bericht zum 28.09.08)
25.02.2008 13:56:46

Man muss sich das mal vorstellen: "Trainerlizenz von Rodheim liegt nur als Kopie vor. Mannschaftskapitäne ohne Balken auf dem Trikot. 2 Spieler von Rodheim tragen andere Hosen. Netzumhüllungen ohne DVV-Prüfzeichen." Ja, Leute, wo kommen wir denn da hin? Das ist moralische Verrottung. Prekariats-Volleyball. Es braucht aufrechte erste Schiedsrichter, die das alles im Spielbericht notieren, sonst würden wir auf dem Feld bald Zustände haben wie auf der After-Show-Party eines Bushido-Konzerts. Schon vor dem Spiel gab es eine verdiente Lektion in Sachen Ordnung und Anstand: Auslosung nur im Trikot. Ich mein, scheiße, das ist schon wichtig. Wir spielen ja schließlich Volleyball. Und das nicht zum Spaß.
Das Spiel war trotzdem schön. Und das obwohl beide Mannschaften, Zweitligaabsteiger SG Rodheim und Vorjahresvize Eintracht 1, nicht in Bestbesetzung antreten konnten. Bei uns fehlten Crazy Beermann und J-Örn Knuth, zwei Säulen unseres Spiels. Wir kompensierten das mit einer grandiosen Methusalem-Aufstellung, um die uns selbst Orplid Frankfurt beneidet hätte. Tim Gorbauch, Dirk Ullmann, Hans Klein und Ersatz-Libero Stefan Neumann, das sind alleine mal locker 160 Jahre Volleyballerfahrung. Rodheim aber machte mehr Druck, vor allem in den Aufschlägen. Wir spielten, wie so oft gerade zu Beginn, eine Spur zu ängstlich. Das Resultat: kein schlechtes Spiel, aber trotzdem keine Chance. 20:25.
Im zweiten wurden wir aggressiver, vor allem im Aufschlag und Block. Rinnen-Neumann, wie ihn Freunde wegen seiner Bowlingqualitäten nennen, organisierte die Annahme gut, das Angriffsspiel gewann an Tempo. 25:18. Dann aber zeigte sich, warum Rodheim auch in diesem Jahr der Meisterschaftsfavorit ist. Sie stellten ihr Spiel konsequent um, Floaties statt Sprungaufschläge. Damit kamen wir nicht besonders zurecht. Und selbst eine erhebliche Verjüngung des Teams, Yannik Brandl für Hans Klein und Alex Schwab für Tim Gorbauch brachte keine Wende. 16:25. Im vierten Satz sah es lange nach einer Klatsche aus, zweite Auszeit bei 7:16. Die neue alte Eintracht zeigte dann aber Team- und Kämpferqualitäten und kam nach und nach zurück. Das 24:26 war dann vor allem Pech. Brachte aber die Erkenntnis, dass wir auch in der neuen Besetzung mit den Besten der Liga mithalten können.




YES, WE CAN!
09.11.2008 13:40:59

YES, WE CAN!

Barack Obama in Wiesbaden??????? Nein!!!! ...aber während der zukünftige amerikanische Präsident sich über’m großen Teich um den nun häuserlosen Mittelstand kümmert, stehen seine Worte Pate für die geschichtsträchtigen Ereignisse am gestrigen Abend in der Halle am 2. Ring.
Tim Gorbauch, zur Zeit mit dem Dreh von „James Bond-Ein Quantum Tafelberg“ im fernen Südafrika beschäftigt, stand als Zuspieler nicht zur Verfügung, so dass Alex Schwab die Geschicke lenken sollte. Ja, er sollte eigentlich, doch Alex führte um kurz vor Acht mit seinen exakt operierenden Zuspielhänden den Bohrhammer, um an Bahngleisen festbetonierte witschaftskrisenresistente Umweltaktivisten zu befreien...und die Eintracht stand ohne Zuspieler da!!!!....und ohne Zuspieler ist Volleyballspielen ziemlich doof, das war irgendwie auch allen klar!!! Eine Lösung musste her! ...und es wäre doch gelacht, wenn sich in diesem Team voller hervorragend ausgebildeter und technisch ausgereifter Spieler keine Lösung finden würde!
In Ermangelung unseres allseits geliebten Mittelblockers Schorsch, der sich hier als Zuspieler bestimmt aufgedrängt hätte, fiel die Wahl schließlich auf die beiden Daigonalangreifer Bastian Thomas und Dannyboy Krpalek. Über Außen durften Marc Fritsch und Yannik Brandl ran, im Mittelblock fiel das Los auf Crazy Beermann und Dirk Ullmann, als Libero der unverzichtbare J-örn. So wurden nun die gut gefüllten Ränge des Eintracht-Kollosseum Zeuge einer absolut geschlossenen Mannschaftsleistung, aus der absolut jeder herausragte!!!!;-))
Von Beginn an ließen Basti und Danny keinen Zweifen daran, dass sie über virtuose und bisher brach liegende Zuspielqualitäten verfügen, Ballerinas gleich schwebten sie über das Feld und bogen ihre geschmeidigen Körper, um auch in Hüfthöhe noch Über-Kopf zuzuspielen, setzten ein ums andere Mal die Angreifer blockfrei in Szene und die Bälle schlugen reihenweise in der Sodener Spielhälfte ein. Mit druckvollen und taktisch guten Aufschlägen wurden die Sodener unter Druck gesetzt und diese bedankten sich mit einer Eigenfehlerquote auf stets hohem Niveau. Ein glänzend aufgelegter Marc Fritsch und Zuspieler Danny Krpalek, der von Zuspieler Basti Thomas gern und gut in Szene gesetzt wurde, ließen auch im Angriff nichts anbrennen, hinzu kam eine sehr solide Annahme- und Abwehrleistung. So ging erstmals in dieser Saison auch Satz 1 (-22) an die Eintracht. Getragen von der Welle ihrer eigenen Begeisterung waren sie eine „Eintracht“ auf dem Feld und holten sich in etwas mehr als einer Stunde auch Satz 2 (-22) und 3 (-23).

Man hört, dass es Schwierigkeiten bei der Wiedereinreise von Tim Gorbach geben soll, irgendwas mit dem Pass, aber man weiss nix genaues....und Alex Schwab soll jetzt jeden Samstag Nachtdienst haben...aber wie gesagt, alles nur Gerüchte, denen man keinen Glauben schenken sollte...Boris Becker und Sandy Meyer-Wölden sind ja bestimmt auch noch ein Paar!!!;-)

Absolute BasDannimania in Wiesbaden! ....YES, WE CAN!!!!




Im Blindflug gegen Lahnstein
14.12.2008 20:13:11

Man muss sich das Manöver ungefähr so vorstellen. Tower an Eintracht 10, Tower an Eintracht 10. Ready for Take Off.
Eintracht 10 an Tower, Eintracht 10 an Tower: Roger, voller Schub.
Eintracht 10 setzt sich in Bewegung. Und obschon der Motor einige Jahre auf dem Buckel hat - wenn das Ding erstmal rollt, geht's zackoflex nach vorne. Beim Abheben aber, und das ist Pilotengrundkurswissen, muss die Auftriebskraft stärker als die Gewichtskraft sein. Wir wollen uns jetzt hier nicht in physikalischen Details verlieren. Belassen wir es bei der Feststellung: Timing ist bei diesem Vorgang von entscheidender Bedeutung. Oder, um es mit den Worten eines großen Staatsmanns zu sagen: Wer zu früh kommt, den bestraft das Leben. Und Eintracht 10 ist zu früh. Viel zu früh. Er weiß es. Und er weiß auch, dass wir es wissen. Eintracht 10 versucht also im letzten Moment noch, den Startvorgang abzubrechen. Doch Auftriebskraft ist immer noch höher als Gewichtskraft, aber nicht mehr so viel höher, dass ein schöner Flug draus werden könnte. Was dann kommt, ist bestes Männerballett, links unter dem Ball vorbei, den Arm rechts in die Höhe, das Sprungbein mit grazilem Ausfallschritt, der den Geist der Utopie atmet. Wir wussten es ja schon immer: Crazy Beermann ist unser Human Highlight Reel.
Hier ein Hinweis auf das, was eigentlich geplant war:
http://www.youtube.com/watch?v=_T6dsJ7NrTE
Und hier auf das, was rauskam:
http://www.youtube.com/watch?v=4Eyi0jq8uXE&feature=related
Und sonst. Ach ja, das Spiel. Ein bisschen fad vielleicht, nicht besonders gut, aber auch nicht besonders schlecht. So viel wie nötig eben. Allein J-Örn Knuth spielt sein ganzes Können aus und schiebt Annahme nach Annahme direkt auf den Punkt. Gut zu wissen, dass wir auch einmal Daniel Krpalek in eher bescheidener Form verkraften können. Und gut zu wissen, dass wir uns im Vergleich zum Hinspiel extrem stabilisiert haben und so ein Spiel gegen den Tabellenvorletzten VC Lahnstein jetzt sicher mit 3:0 (25:19, 25:20, 25:21) gewinnen. Das ist der fünfte Sieg in Folge, dreimal davon zu Null. Kein Spiel soll in diesem Jahr mehr verloren werden, das ist nun das erklärte Ziel. Am kommenden Samstag geht es nach Darmstadt, in der Woche drauf nach B-O-M-M-E-R-S-H-E-I-M. Wir freuen uns drauf!




Drittes 3:0 in Folge
14.12.2008 20:13:39

25:19, 25:18, 25:12. 58 Minuten Nettospielzeit. Sechster Sieg in Folge, die letzten drei Spiele mit 3:0. Die Eintracht ist mächtig in Fahrt gekommen in den letzten Wochen. Das musste nun auch DSW Darmstadt spüren, im Vorjahr noch Dritter in der Abschlusstabelle, in dieser Saison aber Schlusslicht der Regionalliga. Von Beginn machten wir eindrucksvoll klar: wir sind in allen Spielbereichen eine Klasse besser. In der Annahme sogar zwei. Und wie in den letzten Wochen fällt dabei eine extrem kompakte Mannschaftsleistung auf. Niemand fällt ab, jeder einzelne ruft seine Leistung sehr solide und selbstbewusst ab. Dem Zuspieler-Rotationsprinzip gehorchend war diesmal wieder Tim Gorbauch an der Reihe (in den Tennisschuhen von Bastian Thomas, man kann ja nicht an alles denken). Crazy Beermann und Dirk Ullmann (ab Mitte des 2. Satzes Fabe Buchholz) spielten Mitte, Daniel Krpalek und Marc Fritsch (ab 3. Satz Hans Klein) Außen, Bastian Thomas Diagonal und J-Örn Knuth Libero. 16:4 Punkte, 27:12 Sätze, trotz der vielen Abgänge vor der Saison. Darauf können wir stolz sein.
Und das sind wir auch.




KING PIN
14.12.2008 20:13:57

Im wichtigsten Spiel des Jahres, dem Bowlinggipfeltreffen Jung gegen Alt, setzt sich der Seriensieger durch. Souverän und ungefährdet gewinnt das mit Zuspielern gespickte Seniorenteam, das sich allmählich wohl nach neuen Herausforderungen umsehen muss, im Tie Break gegen die wie so oft nervenschwache Jugend. Fast hilflos, ja geradezu DSW-mäßig mussten Die-Eins-Muss-Stehen-J-Örn und seine Bowlingfreunde um Rinnen-Uli, Doppel-Null-Chris und U-90-Fabi mit ansehen, wie sich im entscheidenden Moment Erfahrung und Klasse durchsetzt.
Tollkühn kündigten die Jungen für Donnerstag Revanche im Fußball an. Da ist Alt allerdings seit Mitte September ungeschlagen.




Auch Serien gehen mal zu Ende
14.12.2008 20:14:21

Am Samstag gastierten die Volleyballer von Eintracht Wiesbaden in der Volleyball-Regionalliga beim TV Bommersheim. Die letzten Vergleiche der beiden Teams gingen meist über die volle Distanz, außerdem gewann die Eintracht die letzten fünf Spiele. Diese beiden Serien sollten möglichst erhalten bleiben.
Auf der Fahrt nach Bommersheim stellte Crazy Beermann die gewagte These auf, dass wir 3:1 gewinnen würden. Diese Aussage wurde mit Gelächter der Mitfahrer kommentiert. Ein 3:1-Sieg in Bommersheim – eigentlich unmöglich!
Aber eben nur eigentlich… Unter den wachsamen Augen der ehemaligen Eintracht-Stars Jochen Lührs und Mike Albrecht entwickelte sich ein ausgeglichenes Spiel. Im ersten Durchgang erwies sich der Eintracht Block als zu löchrig, die Aufschläge zu schwach… Dies war dann der Grund, dass wir den Satz mit 21:25 abgeben mussten.
Anfang des zweiten Satzes wurde umgestellt. Für Fabe Buchholz kam Crazy Beermann ins Spiel. Das Eintracht-Spiel stabilisierte sich der Block war immer noch nicht so präsent wie erhofft, aber wenigstens die Aufschläge wurden etwas riskanter. Dadurch wurde mehr Druck auf die gute Bommersheimer Annahme gemacht. Die Steigerung in unserem Spiel war der Grund, dass der Satz deutlich mit 25:23 an uns ging.
Für den 3. Satz nahmen sich Dirk Ullmann und Crazy vor nicht mehr so viele Bälle beim Block durch die Hände zu bekommen, Basti wollte auch mal richtig auf den Ball draufhauen, so wie beim einschlagen halt, Jörn verlegte sich aufs Annahme sichern… Alles wurde gut umgesetzt. So gewannen wir die folgenden Sätze mit 25:19, 25:18.
Was bleibt festzuhalten nach diesem Abend? Crazy kann einen B-Ball spielen ohne über die Linie zu stolpern, man muss nicht nur den Block sicher, sondern auch mal die Annahme und Serien gehen auch mal zu Ende… Wir gewinnen nicht nur 3:2 gegen Bommersheim, Hans kann auch als Trainer ein Spiel gewinnen und wenn Hans einen Satz beginnt müssen wir auch mal mehr als 12 Punkte zu lassen.

Wir verabschieden uns erstmal in die wohlverdiente Weihnachtspause. Wünschen allen ein schönes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins neue Jahr. Wir freuen uns euch beim nächsten Heimspiel am 24.01.2009 wieder begrüßen zu dürfen.




Herren I verschenken das Wunder von Rodheim
23.01.2009 09:09:49

Unter der Dusche die Selbsterkenntnis: dieser Körper hat es nicht verdient, ein Spitzenspiel in der Regionalliga zu gewinnen. Gerade mal drei, vielleicht dreieinhalb Sätze ist er in der Lage, halbwegs stabil zu spielen, danach wird's eng. Und blöd, dass das nicht nur dem Verfasser dieser Zeilen so geht, sondern mindestens der halben Mannschaft. Wenn dann auch noch Bastian Thomas, dessen Körper uns geradezu beneidenswert erscheint, mit Grippe auf dem Feld vor sich hin hustet, Marc Fritsch und Crazy Beermann gar nicht erst mit zum Spitzenreiter und Zweitligaabsteiger nach Rodheim fahren konnten, ist eigentlich klar: das kann hier nichts werden. Dass es dann doch fast etwas wurde, ist ein kleines Wunder. Das große aber blieb aus. Oder besser: wir haben es verschenkt. Aber alles der Reihe nach.
Die Startformation. Die Seniorenreihe (Tim Gorbauch, Dirk Ullmann, Hans Klein), die Nachwuchsreihe (Bastian Thomas, Fabe Buchholz, Daniel Krpalek). Das Spiel beginnt wie erwartet, ziemlich feste Sprungangaben von Rodheim. Man merkt allerdings auch sofort, beide Mannschaften brauchen Zeit, um ihren Rhythmus zu finden. Auch in Rodheim war Weihnachten und auch ihrer Form hat das nicht geholfen. Trotzdem spielen sie konsequenter. Also 22:25. Dann zwei seltsame Sätze. Wir spielen fehlerlos, perfektes Side-Out. Extrem stabile Annahme, überragender Angriff (allen voran Hans Klein). Rodheim fällt auseinander, wie wir das eigentlich von uns erwartet hatten. 25:10, 25:15. Hallo? Was ist denn jetzt los?
Beginn 4. Satz. Allgemeines Keuchen. Hier ein kleiner Fehler, da eine Unkonzentriertheit. Nichts Gravierendes, aber eben nicht mehr fehlerlos. Und Rodheim, das gerade noch ratlos seine schlechteste Leistung seit 15 Jahren bestaunte, wittert seine Chance - und nutzt sie. 18:25. Tie Break. Noch größeres Keuchen. Scheiße, ein-, zweimal joggen zwischen den Jahren, das wär's vielleicht gewesen. So reicht es noch zum 8:6 beim Seitenwechsel und bei 10:11 zum kollektiven Wutausbruch bei einer der fürchterlichsten Schiedsrichterentscheidungen der letzten Jahre. Letztlich heißt es 12:15 in einem Spiel, das nie das Niveau erreicht hat, wie es sich für ein Regionalligaspitzenspiel eigentlich gehören würde.
Dass beim Matchball für Rodheim Sven Becker, den wir nach zweijähriger Pause für dieses Spiel überredet haben, um wenigstens ein paar taktische Wechselmöglichkeiten zu haben, übel umknickt und sich zwei von drei Bändern reißt, ist der traurige Schlusspunkt eines verschenkten Tages.


 
  Pfeil   HERREN I
   
 

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